Öffentlichkeitsarbeit / Umweltberatung

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Durch das gemeindliche Umweltreferat erfolgt eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Umwelt- und Naturschutz. Neben der Durchführung von Veranstaltungen, Aktionen, Führungen, Vorträgen etc. ist in diesem Zusammenhang die Herausgabe einschlägigen Informationsmaterials zu nennen:

Seit Januar 1993 wird gemeinsam mit der „Bürgerinformation“ des 1. Bürgermeisters das gemeindliche „Umweltblatt“ monatlich an alle Haushalte in Oberammergau verteilt. Auf zwei DIN A 4 - Seiten wird Wissenswertes zum Umwelt- und Naturschutz in Oberammergau (Termine, Tips, Berichte etc.) abgehandelt.

In der Reihe "Das Umweltreferat informiert" erscheinen speziell auf die Oberammergauer Verhältnisse abgestimmte Informationsblätter und - broschüren. So wurden z.B. ein Abfall-ABC, der „Oberammergauer Abfallkalender“ oder eine Information zum Oberammergauer Trinkwasser erstellt.

Neubürger erhalten in Oberammergau bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt die „Umweltmappe“, eine Sammlung verschiedenster Informationsmaterialien zum Thema Umweltschutz in Oberammergau. Die Umweltmappe wird regelmäßig aktualisiert und ist aufgrund ihrer Konzeption auch für den „alteingesessenen“ Oberammergauer ein wertvolles Nachschlagewerk.

Neben den bereits erwähnten „Ammergauer Komposttagen“, der Aktion „Pflanzenschutz ohne Chemie“ oder den Gartenwettbewerben sind bzgl. der vom Umweltreferat durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen vor allem die beiden Umweltfeste, aber auch die jährlich stattfindende Aktion „Saubere Landschaft zu nennen:

  Aktion „Saubere Landschaft“

Jedes Jahr im Frühjahr wird die Umgebung von Oberammergau im Rahmen dieser Aktion von Abfällen gereinigt. In den letzten Jahren beteiligten sich zwischen 100 und 200 Personen (überwiegend Kinder und Jugendliche) an der Aktion.

  Umweltfeste

Am 01. Oktober 1994 fand das erste Oberammergauer Umweltfest statt. 55 Vereine, Institutionen und Privatpersonen, vorwiegend aus Oberammergau, stellten Ideen und Initiativen für einen lebenswerten und umweltfreundlichen Alltag vor. Das Umweltfest war ein voller Erfolg für Veranstalter und Besucher. Die Idee für das Fest war im Forum „Umweltschutz in Oberammergau“ (gegründet im Rahmen des Projekts „Umweltschutz in der Gemeinde“) geboren worden, aus dem sich auch die Mehrzahl der Mitglieder des Organisationsteams rekrutierte.Unter dem Motto „Wasser ist Leben“ fand am 20. Juni 1998 in Oberammergau zum zweiten Mal ein Umweltfest statt. Und welche immense Bedeutung Wasser für unser Leben hat und wie vielfältig es verwendet werden kann, zeigte dieser Tag mehr als deutlich. Bei nahezu tropischen Temperaturen verschwand nicht nur so mancher Liter in ausgedörrten Kehlen, kurzer Hand wurde auch der Brunnen im Kurpark zum Planschbecken umfunktioniert. Die Kinder konnten Wasserräder oder Rindenboote basteln (die anschließend im bereitgestellten Wasserbecken ihre Jungfernfahrt erlebten), eine Kurzkneippkur verwöhnte Körper und Geist, stimmungsvolle Bilder präsentierten die verschiedenen Formen des Wassers, die Feuerwehr zeigte ihre technischen Einrichtungen zum Gewässerschutz und natürlich gab es auch allerlei Wissenswertes über Solare Warmwasserbereitung, Energie durch Wasserkraft, Pflanzenkläranlagen oder auch die Trinkwasserversorgung von Oberammergau. Und auch die Unterhaltung kam beim Umweltfest nicht zu kurz – Musik, Gesang, Märchenerzählerin, Malwand, Streichelzoo, Töpferscheibe, Spaß und Spiel rundeten das Umweltfest ab. Immens war auch das kulinarische Angebot. Neben Kaffee und Kuchen, Ökobier, vollwertigen österreichischen Süßspeisen oder toskanischem Röstbrot gab es auch allerlei heimische Speisen und Produkte – von Lammbratwurst und Wildgeschnetzeltem über Milch, Käse, Wurst und Honig bis zum Gockel aus Wiesheu stammte alles von den Oberammergauer Bauern, die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Metzgern, dem Forstamt und dem Gastwirt des Ammergauer Hauses das Umweltfest als ersten Schritt zu der von der Gemeinde schon lange angestrebten Regionalvermarktung nutzten. Das veranlaßte sogar Landwirtschaftsminister Reinhold Bocklet, dem Umweltfest einen Besuch abzustatten. Und nicht nur der Minister war begeistert von der Kreativität der Oberammergauer - auch Tausende von Besuchern waren der Dank für die Zeit, die Beteiligte und Organisatoren für die Vorbereitung und Durchführung des Festes geopfert hatten. So wird wohl nichts anderes übrig bleiben als dem zweiten Umweltfest ein drittes folgen zu lassen.                                  zurück