Allgemeine Daten

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Die 5.300 Einwohner zählende Gemeinde Oberammergau, am Nordrand der Bayerischen Alpen im oberen Ammertal gelegen, ist durch die alle 10 Jahre stattfindenden Passionsspiele weltbekannt geworden. Daneben sind die Holzschnitzerei und die an vielen Häusern angebrachten Lüftlmalereien Markenzeichen für den anerkannten Luftkurort. Während früher ein Großteil der Bevölkerung vom „Schnitzen“ lebte, hat heute der Fremdenverkehr die erste Stelle als Wirtschaftsfaktor eingenommen. Die Nähe zu so berühmten Kulturdenkmälern wie den Schlössern „Linderhof“ und „Neuschwanstein“ von König-Ludwig II. von Bayern, der Wieskirche oder Kloster Ettal läßt viele Gäste nach Oberammergau kommen, darunter viele Tagesgäste aus dem Ballungsraum München/Augsburg.

Aber auch die noch weitgehend intakte Natur und die Schönheit der umgebenden Landschaft lockt viele Menschen nach Oberammergau. Der Einzigartigkeit der Landschaft entsprechend ist Oberammergau von mehreren Naturschutzgebieten umgeben: Mit dem NSG „Ammergebirge“ liegen Randbereiche des größten Naturschutzgebietes Westdeutschlands auf südwestlichem Gemeindegebiet. Zwischen Ettal und Oberammergau befindet sich das NSG „Ettaler Weidmoos“, ein Nieder-, Übergangs-, und Hochmoorkomplex, der vor allem wegen seiner hydrologischen Bedingungen eine Besonderheit unter den bayerischen Mooren darstellt, und im Nordwesten liegt das NSG „Pulvermoos“, einer der größten und artenreichsten Flachmoorkomplexe Bayerns. Insgesamt sind ca. 12 % der Gemeindefläche als NSG geschützt. Aber auch das sog. „Wiesmahd“ (durch extensive Mahd entstandene Halbtrockenrasen) an den Südhängen des Oberammergauer Talkessels ist für den Natur- und Artenschutz sehr wertvoll, weswegen es auch im Jahr 2001 als sog. FFH-Gebiet (ökologisch besonders schutzwürdige Flächen entsprechend der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie der EU aus dem Jahr 1992) ausgewiesen wurde.

Seit vielen Jahren bemüht sich die Gemeinde Oberammergau, bei allen Handlungen den Umwelt- und Naturschutz zu berücksichtigen. Ihren Ausdruck haben diese Bemühungen unter anderem in der Einstellung eines hauptamtlichen Umweltsachbearbeiters im Jahr 1991 und in der Beteiligung als Pilotgemeinde am Modellprojekt „Umweltschutz in der Gemeinde“ des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen sowie am Projekt „Gemeinde-Netzwerk - Allianz in den Alpen“ der CIPRA gefunden.

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